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Ertragskiller im Betrieb (Teil 3)

Verdeckte Renditekiller sind auch undefinierte Zuständigkeiten und ohne Vertretung besetzte Stellen: Ein 30-Mann-Handwerksbetrieb verliert auf einer Großbaustelle, die sich über zwei Jahre hinzieht, den Projektleiter. Der Mann hat überraschend gekündigt. Sein Wissen über Pläne, Verträge, aktuelle Baustände, mündliche Vereinbarungen bis hin zu Adressen und wichtigen Telefonnummern gehen mit ihm.

Niemand kann den Bauleiter, dessen Stelle keine Vertretung hat, bezüglich seines Wissens ersetzen. Eine Übergabe an einen Nachfolger findet nicht statt. Diese Wissenslücke kostet den Betrieb richtig Geld, es kommt zum Bauverzug und zum Imageschaden.

Sinnvoll ist: Bei Projekten von Beginn an Vertretungen regeln und auf schriftliche Dokumentation pochen. Dafür gibt es Apps und Software, deren Investition sich im Ernstfall lohnt.


Ein Beispiel: Mitarbeiter eines Handwerksbetriebs notieren alle Absprachen mit Kunden elektronisch. Für jeden Kunden ist ein virtueller Ordner angelegt. Dort sammeln sich Notizen an einer Art Pinnwand. Die Monteure tragen alle Infos über ihre SmartPhones ein.

Wichtig ist, dass jede Pinnwand für alle Kollegen einsehbar sei. So wissen alle über Nebenabsprachen Bescheid und können Kollegen vertreten. Darüber hinaus ist der Terminkalender transparent für alle im Betrieb lesbar nicht, um zu kontrollieren, sondern um doppelte Planungen zu vermeiden. Die Vorteile der Transparenz: weniger Ärger und vor allem weniger Kosten.


So können selbst Kleinigkeiten einen großen Beitrag dazu leisten, den Ertrag und damit den Unternehmens-Wert zu steigern.

Quelle Deutsche Handwerks-Zeitung

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