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Wie 2 Mrd Euro im Jahr einfach verschwinden…

Die Kammern, die Wirtschaftsgremien, die Politik - sie alle stoßen ins gleiche Horn: Es sei eine der dringendsten Aufgaben, Nachfolger für Unternehmen zu finden, die vor allem altershalber zur Übergabe anstehen.

Viele deutsche Handwerksbetriebe haben Probleme, den Generationswechsel zu gestalten. “In den nächsten fünf bis sechs Jahren sind es 200.000 Unternehmen, die zur Übergabe anstehen”, sagt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

Aber: Was passiert, wenn ein Unternehmen mangels Nachfolger tatsächlich schließen muss? Welche Auswirkungen hat das Firmen-Aus?

“Die Zukunftsmacher” haben die finanziellen Folgen einer Schließung etwas genauer unter die Lupe genommen. Konkrete Zahlen lassen sich nicht erfassen, allerdings kann von den üblichen Kennzahlen ausgegangen werden und so die Dimension skizziert werden, die eine Unternehmensschließung zur Folge haben kann.

Ausgehend von einem Unternehmen mit sieben Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 700.000 Euro fällt erst einmal genau dieser Umsatz weg. Ist einfach nicht mehr da. Sieben Mitarbeiter werden im Zweifelsfall arbeitslos, also fallen wenigstens rund 180.000 Euro Kaufkraft weg. Ebenso rund 40.000 Euro Krankenkassenbeiträge. Rund 70.000 Euro Einnahmen und Kaufkraft gehen auch dem Inhaber verloren.

Und es fallen Steuern weg: rund 100.000 Euro Einkommenssteuer der ehemals Beschäftigten und des Inhabers; außerdem rund 15.000 Euro Gewerbesteuer, 15.000 Euro Umsatzsteuer sowie 10.000 Euro an weiteren Gebühren. Das tut vor allem den Kommunen weh.

Der größte Brocken mit ca. 250.000 Euro sind die Umsatzausfälle bei anderen Unternehmen, die gegebenenfalls ihrerseits mit Einsparungen oder Investitionen reagieren müssen. Andere Anbieter werden die entstehende Nachfrage bedienen, neue Partnerschaften werden entstehen - ob diese neue Wirtschaftskraft aber in der Region bleibt, ist eher unwahrscheinlich.

Summa summarum fehlen bei einer Unternehmens-Schließung durchschnittlich geschätzte 500.000 bis 600.000 Euro im Wirtschaftskreislauf.

Müssen von den eingangs zitierten rund 200.000 Handwerksbetrieben, die zur Übergabe anstehen, nur 10 Prozent schließen, weil kein Nachfolger gefunden wurde, fehlen also in den Kassen rund 10 Mrd Euro - oder anders betrachtet: rund 2 Mrd Euro pro Jahr auch über das Jahr 2024 hinaus.

So wird deutlich, welche Bedeutung eine erfolgreiche Unternehmens-Übertragung für die wirtschaftliche Stabilität tatsächlich hat - sowohl überregional als auch regional, für die Wirtschaft wie für die Kommunen.  Nähere Informationen anfordern: info@die-zukunftsmacher.com.


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