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Was sich Nachfolger wünschen



Die Suche nach einem Firmen-Nachfolger gestaltet sich oft schwierig. Es gibt mehr Betriebe im Angebot als übernahmewillige Personen. 5 Tipps, die eine Übergabe leichter gelingen lassen:


Auf Anfragen zügig antworten!

Einige Handwerker gehen den ersten Schritt, um ihre Firma an jemand anders zu übergeben. Sie veröffentlichen anonym über die Handwerkskammer in der KfW-Betriebsbörse „Nexxt Change“, dass sie einen Nachfolger suchen. Doch dann verebbt das Vorhaben. Hagedorn: „Das Alltagsgeschäft nimmt so viel Raum ein, dass Firmenchefs oft verzögert auf Anfragen von Interessenten reagieren.“ Die Gefahr: Wenn seine Anfrage offenbar ins Leere geht, zieht sich ein Nachfolge-Kandidat schnell zurück. Er kommt dann eben mit einem anderen Handwerker ins Geschäft, der schneller reagiert. Die Empfehlung: Der potenzielle Geschäftspartner hat ein konkretes Interesse also zügig zu einem persönlichen Gespräch einladen.


Auf unverbindliche Testphasen verzichten!

Mancher Übernahmewillige wird durch Firmenchefs abgeschreckt, die den perfekten Nachfolger haben wollen. Das mündet zuweilen in unverbindliche Testläufe. Dann findet der Inhaber ein Haar in der Suppe - und testet den nächsten Interessenten. Mit negativen Folgen: Zum einen spricht sich das herum; zum anderen verunsichern diese wechselnden Schwebezustände auch die eigenen Mitarbeiter. Eine Testphase ist an sich nichts schlechtes, allerdings nur mit klaren Zielen und klaren Absprachen.


Die Chance nutzen und aufräumen!

Ein unaufgeräumter, unsauberer Betrieb schreckt Übernahme-Interessenten ab. Auch die Unternehmensabläufe müssen stimmen und funktionieren - der Betrieb soll ja reibungslos weiterlaufen, Es ist für Betriebsinhaber also wichtig, die eigene Firma gut aufzustellen. Eine mögliche Nachfolge ist eine gute Chance, sich sein Unternehmen einmal genau anzuschauen und sich die Frage zu stellen, ob die Firma so einen guten Eindruck vermittelt, dass sie der Inhaber selbst sie kaufen würde.


Der Preis muss auf beiden Seiten stimmen!

Sowohl bei Übernahme-Interessierten als auch bei Betriebsinhabern gibt es oft falsche Vorstellungen, was den Preis der Transaktion betrifft. Existenzgründer loten die Möglichkeit der Nachfolge oft nicht aus, weil sie glauben, sie ist für sie nicht finanzierbar. Dabei ist die Übernahme eines Betriebes oft wirtschaftlich sinnvoller als eine Neugründung. Denn der Betrieb läuft ja schon, es gibt Kunden, es gibt Mitarbeiter, es gibt Maschinen. Oft ist es möglich, eine Nachfolge komplett ohne Eigenkapital umzusetzen, wenn die entsprechenden Förderprogramme genutzt werden können. Auf der anderen Seite setzen Betriebsinhaber den Wert ihrer Firma meist zu hoch an, nicht zuletzt wegen der emotionalen Verbundenheit oder einer Fehleinschätzung hinsichtlich der Werte von Maschinenpark, Immobilien oder Lagerbestand. Es gibt jedenfalls einen großen Spielraum, sich einig zu werden…


Den Erfahrungsschatz teilen!

Firmenchefs kennen ihren Laden wie ihre Westentasche, der Nachfolger muss sich dieses Wissen noch aneignen. Manche Fragen tauchen erst später, deshalb ist es wichtig, dass der frühere Inhaber auch nach der Betriebsübergabe eine Zeitlang als Ratgeber zur Verfügung steht. Für viele Banken ist das meist eine Bedingung für eine Kreditvergabe. Es ist empfehlenswert, sich schon bei der Übergabe auf einen entsprechenden Vertragspassus zu einigen.

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